Hosting und Tempo: was wir beim Hoster Ihres Kunden prüfen

Wir hosten nicht selbst, aber wir schauen genau hin. Die Antwortzeit des Servers, die Softwareversionen und das Caching entscheiden mit, wie schnell eine Seite sein kann. Was wir prüfen und wann ein Wechsel sinnvoll ist.

3 Min. Lesezeit · Stand

Warum wir nicht selbst hosten

Die Website Ihres Kunden läuft bei dem Hoster, den er schon hat oder den er sich wünscht. Wir verkaufen keinen Speicherplatz: Reicht der Tarif, sagen wir das. Reicht er nicht, sagen wir es mit Messwerten. Auf Wunsch wählen wir Hoster und Tarif aus und buchen ihn auf Namen und Rechnung Ihres Kunden, sodass Vertrag und Zugang bei ihm liegen. Die Einrichtung, vom Server über das SSL-Zertifikat bis zum Livegang, gehört so oder so zu unserem Job.

Für unsere eigenen Websites nutzen wir Hostinger und sind damit sehr zufrieden: schnelle Server, Rechenzentren in Europa, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Passt er zum Projekt, empfehlen wir ihn auch für Ihren Kunden. Über diesen Link bekommt Ihr Kunde 20 % Rabatt auf den ersten Kauf. Werbehinweis: Das ist ein Empfehlungslink. Bucht jemand darüber, erhalten wir eine Vergütung.

Die Antwortzeit des Servers

≤ 0,8 sbis zum ersten Byte gelten als gut. [1]
> 1,8 sgelten als schlecht, dazwischen besteht Handlungsbedarf. [1]
≤ 2,5 ssoll der größte Inhalt sichtbar sein. Eine langsame Antwort frisst dieses Budget. [4]

Was wir prüfen

Antwortzeit. Die Time to First Byte zeigt, wie lange der Server braucht, bis er überhaupt antwortet. Gut sind 0,8 Sekunden oder weniger [1]. Alles, was danach kommt, Bilder, Schriften, Skripte, wartet auf diese erste Antwort; eine langsame Antwort verzögert deshalb auch den LCP [4].

Software. Eine aktuelle PHP-Version und eine gepflegte Datenbank machen WordPress und Statamic spürbar schneller; das WordPress-Handbuch nennt Hardware, Konfiguration und Softwareversionen als zentrale Faktoren [2]. Was man optimieren kann, hängt davon ab, was der Hoster zulässt [2].

Auslieferung. HTTP/2 oder neuer, Kompression und lange Cache-Zeiten für Dateien, die sich nicht ändern. Ohne moderne Auslieferung bringen selbst lokal eingebundene Schriften kaum einen Vorteil [3].

Standort. Server in Europa sind für Besucher aus Österreich, Deutschland und der Schweiz meist schneller, weil die Daten kürzere Wege haben. Am besten steht das Rechenzentrum in der EU: Dann bleiben die Daten der Besucher im Geltungsbereich der DSGVO, und die Datenschutzerklärung muss keine Übermittlung in ein Drittland erklären. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Für internationale Zielgruppen kann zusätzlich ein CDN sinnvoll sein.

Wann ein Wechsel sinnvoll ist

KriteriumUnsere Empfehlung
Antwortzeit trotz Cache dauerhaft über 0,8 s [1]Tarif prüfen, oft reicht ein größeres Paket beim selben Hoster.
Veraltete PHP-Version, kein Update möglichWechsel einplanen, auch aus Sicherheitsgründen.
Kein HTTP/2, keine Kompression, kein SSHWechsel empfehlen, weil sich vieles nicht sauber einrichten lässt.
Langsam nur im BackendErst Plugins und Datenbank prüfen, dann den Hoster.

Eine Orientierung aus unseren Projekten; die Zahl in eckigen Klammern verweist auf die Quellenliste.

Statische Seiten machen es dem Hoster leicht

Eine Seite, die als fertige Datei vorliegt, muss der Server nur noch ausliefern. Das gelingt fast jedem Hoster schnell. Deshalb sind ein Seiten-Cache bei WordPress, Statamic mit statischem Cache oder ein Astro-Frontend oft wirksamer als ein teurerer Tarif. Mehr dazu in Astro: Warum statische Seiten so schnell sind und in Performance in WordPress.

Fragen zu Hosting und Tempo

Warum ist die Website trotz gutem Hoster langsam?

Meist liegt es nicht am Server, sondern an der Seite selbst: große Bilder, viele Plugins oder fremde Skripte. Die Antwortzeit des Servers zeigt, wo das Problem sitzt. Liegt sie bei 0,8 Sekunden oder darunter, ist der Hoster in der Regel nicht die Ursache.

Braucht die Website ein CDN?

Für Besucher aus Österreich, Deutschland und der Schweiz und einen Server in Europa meist nicht. Ein CDN lohnt sich bei internationalem Publikum oder vielen großen Medien. Dann achten wir darauf, wo der Anbieter die Daten verarbeitet, damit der Datenschutz einfach bleibt.

Wer bezahlt das Hosting, wenn ihr es für unseren Kunden bucht?

Ihr Kunde, direkt beim Hoster. Wir buchen den Tarif auf seinen Namen und seine Rechnung, Vertrag und Zugang liegen bei ihm. Die Einrichtung vom Server über das SSL-Zertifikat bis zum Livegang gehört zu unserem Job.

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Für Agenturen

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Quellen

  1. web.dev, Time to First Byte (TTFB) (aktualisiert 18.11.2025) · abgerufen am 29.10.2026
  2. WordPress Developer Resources, Advanced Administration Handbook: Optimization · abgerufen am 29.10.2026
  3. web.dev, Best practices for fonts · abgerufen am 29.10.2026
  4. web.dev, Optimize Largest Contentful Paint · abgerufen am 29.10.2026

Recherchiert mit KI-Unterstützung, mit Quellen belegt und inhaltlich geprüft von Mike Joerihsen am .

Diese Inhalte sind eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zu Ihrer Situation wenden Sie sich an eine Rechtsberatung oder die zuständige Behörde.

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