Mehrsprachige Websites mit Statamic: Sites, Übersetzung, Fallbacks

In Statamic ist jede Sprache eine eigene Site im selben System. Übersetzte Einträge erben, was nicht übersetzt ist. Neue Sprachen kommen deshalb dazu, ohne dass die Website umgebaut werden muss.

5 Min. Lesezeit · Stand

Wie Statamic Sprachen abbildet

Die kurze Antwort: Statamic kennt Sprachen als „Sites“. Jede Sprache, jede Region oder auch jede Marke ist eine eigene Site im selben System, mit eigener Adresse, eigenem Gebietsschema für Datums- und Zahlenformate und eigener Sprachangabe [1]. Inhalte, Bilder und Vorlagen teilen sich alle Sites; was sich unterscheidet, wird pro Site gepflegt. Mehrsprachigkeit ist in Statamic Pro eingebaut, ein zusätzliches Plugin braucht es nicht [3]. Was die Pro-Lizenz kostet und wem sie gehört, erklärt Die Statamic-Lizenz für Kundenprojekte.

Für Agenturen ist das der wichtigste Unterschied zu nachgerüsteten Lösungen: Eine zweite oder fünfte Sprache ist eine Einstellung und Redaktionsarbeit, kein Umbau. Die Schreibrichtung leitet Statamic aus der Sprache ab, Arabisch oder Hebräisch laufen also automatisch von rechts nach links [1].

Auch die Vorlagen kennen die Sites. Die Sprachangabe im HTML, die Screenreader und Suchmaschinen brauchen, kommt aus der Konfiguration der jeweiligen Site, ein Sprachumschalter entsteht aus der Liste aller Sites [1]. Braucht ein Markt eine abweichende Vorlage, etwa eine andere Startseite für die Schweiz, legt man sie in einen Unterordner mit dem Namen der Site; Statamic nimmt sie dann automatisch für diese Site und für alle anderen die Standardvorlage [1]. Die Gestaltung bleibt so für alle Sprachen gleich, nur dort, wo es gewollt ist, weicht sie ab. Für die Redaktion ändert sich wenig: Im Control Panel wählt sie oben die Site und arbeitet dann wie gewohnt.

A site is a way of managing a localized version of your content - whether another language, region, or even company/brand.

ÜbersetzungEine Site ist eine Möglichkeit, eine lokalisierte Fassung Ihrer Inhalte zu verwalten, ob für eine andere Sprache, eine Region oder sogar ein anderes Unternehmen oder eine andere Marke.

Statamic 6 Docs, Multi-Site [1]

Domain, Subdomain oder Verzeichnis

KriteriumEigene DomainSubdomainUnterverzeichnis
Beispielhallo.ch und bonjour.chexample.com und fr.example.comexample.com und example.com/fr/
Passt, wennjeder Markt eine eigene Marke oder Domain hatSprachen getrennt betrieben werden solleneine Website mehrere Sprachen hat, der häufigste Fall
Zusätzlich nötigDomains und Zertifikate je MarktDNS-Eintrag und Zertifikat je Subdomainnichts
In StatamicJaJaJa

Alle drei Varianten sind pro Site in Statamic einstellbar [1]. Die übrigen Angaben sind unsere Einschätzung. Welche Variante zur Marketingstrategie passt, entscheiden Sie mit Ihrem Kunden; wir setzen die technische Basis sauber um, inklusive Sprachangabe und Verweisen zwischen den Sprachversionen.

Übersetzen, erben, zurückfallen

Im Alltag zählt, was passiert, wenn noch nicht alles übersetzt ist. Statamic löst das über drei Mechanismen.

Übersetzbare Felder. Im Blueprint legt man pro Feld fest, ob es übersetzbar ist. In der übersetzten Fassung sind nur diese Felder bearbeitbar, alle anderen bleiben gesperrt [2]. Ein Preis, ein Foto oder eine Telefonnummer muss also nicht in jeder Sprache neu gepflegt werden.

Herkunft und Erbe. Eine übersetzte Fassung verweist auf ihren Ursprungseintrag und übernimmt jeden Wert, der in ihr nicht gesetzt ist [2]. Fehlt in der französischen Fassung das Bild, zeigt sie das Bild der deutschen. Das ist der Fallback, der verhindert, dass halb übersetzte Seiten leer aussehen.

Was es nur in einer Sprache gibt. Ein Eintrag erscheint nur in den Sites, in die er ausdrücklich übertragen wurde [2]. Eine Aktion nur für den Schweizer Markt bleibt so auf der Schweizer Site. Soll jeder neue Eintrag automatisch in allen Sprachen angelegt werden, schaltet man pro Collection die Weitergabe ein [2].

Eine Lücke bleibt: Oberflächentexte wie „Weiterlesen“ oder Fehlermeldungen in Formularen liefern weder Statamic noch Laravel für das Frontend mit. Sie werden als eigene Sprachdateien angelegt [1]. Das gehört bei uns zum Aufbau einer Sprache dazu.

Statamic. Inhalte liegen als Dateien im Projekt, versioniert und schlank. Sprachen sind eingebaut: umschalten, fertig.

So kommt eine neue Sprache dazu

  1. Site anlegen

    Sprache, Adresse und Gebietsschema festlegen, Collections für die neue Site freigeben.

  2. Felder prüfen

    Festlegen, welche Felder übersetzt werden und welche vom Original erben.

  3. Texte liefern

    Ihre Agentur oder Ihr Kunde liefert die Übersetzung. Auf Wunsch übersetzen wir mit KI vor, ohne Gewähr.

  4. Oberfläche übersetzen

    Navigation, Buttons und Formularmeldungen übersetzen, Rechtstexte in der neuen Sprache einpflegen.

  5. Prüfen und freigeben

    Vorschau ohne unser Branding, Freigabe durch Sie, dann live.

KI-Übersetzung: auf Wunsch, ohne Gewähr

Auf Wunsch übersetzen wir Inhalte automatisiert mit Claude vor. Das spart Zeit bei langen Seiten und vielen Einträgen und liefert eine gute erste Fassung. Wir übernehmen dafür keine Gewähr: Fachbegriffe, Tonalität und regionale Eigenheiten sollte jemand prüfen, der die Sprache und die Branche kennt. Für Rechtstexte, Verträge und fachlich heikle Inhalte empfehlen wir eine Fachübersetzung.

Praktisch für Teams mit externen Übersetzern: Zugriffsrechte lassen sich pro Site vergeben [1]. Die französische Übersetzerin sieht dann nur die französische Site und kann nichts an der deutschen ändern.

Mehrsprachigkeit ist ein Add-on zu jedem Paket, jede weitere Sprache kommt einzeln dazu; die Preise stehen unter Pakete. Die Lizenzen für unsere Basis-Werkzeuge sind in der Wartung enthalten, ohne Wartung bis zum Launch; auf Wunsch bauen wir auch Lizenzen Ihres Kunden oder Ihrer Agentur ein. Die Statamic-Pro-Lizenz läuft auf Ihren Kunden und wird separat verrechnet. Für mehrsprachige Websites gibt es einen eigenen Tarif unter Wartung. Wie Mehrsprachigkeit auf WordPress funktioniert, steht unter Mehrsprachig mit WordPress.

Fragen zu mehrsprachigen Websites

Wie viele Sprachen kann eine Statamic-Website haben?

So viele, wie Ihr Kunde braucht. Jede Sprache ist in Statamic eine eigene Site im selben System, mit eigener Adresse und eigener Sprachangabe. Neue Sprachen kommen ohne Umbau dazu; Mehrsprachigkeit und jede weitere Sprache sind Add-ons unter Pakete.

Was passiert, wenn ein Text noch nicht übersetzt ist?

Die übersetzte Fassung übernimmt jeden Wert, der in ihr nicht gesetzt ist, vom Original. Fehlt in der französischen Seite ein Bild, zeigt sie das Bild der deutschen. Felder, die gar nicht übersetzt werden sollen, etwa Preise oder Telefonnummern, sind in der Übersetzung gesperrt und werden nur einmal gepflegt.

Übersetzen Sie die Inhalte auch?

Auf Wunsch übersetzen wir automatisiert mit Claude vor, ohne Gewähr. Das liefert schnell eine gute erste Fassung, die jemand mit Sprach- und Branchenkenntnis prüfen sollte. Für Rechtstexte, Verträge und fachlich heikle Inhalte empfehlen wir eine Fachübersetzung.

Können einzelne Seiten nur in einer Sprache erscheinen?

Ja. In Statamic erscheint ein Eintrag nur in den Sprachen, in die er ausdrücklich übertragen wurde, eine Aktion für den Schweizer Markt bleibt also auf der Schweizer Site. Umgekehrt lässt sich pro Inhaltstyp festlegen, dass jeder neue Eintrag automatisch in allen Sprachen angelegt wird.

Können externe Übersetzer direkt im System arbeiten?

Ja. Zugriffsrechte lassen sich in Statamic pro Sprache vergeben: Eine Übersetzerin für Französisch sieht nur die französische Site und kann an der deutschen nichts ändern. Am besten bekommt jede Person einen eigenen Zugang, damit nachvollziehbar bleibt, wer was geändert hat.

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Quellen

  1. Statamic 6 Docs, Multi-Site · abgerufen am 28.10.2026
  2. Statamic 6 Docs, Localizing Entries · abgerufen am 28.10.2026
  3. Statamic 6 Docs, Licensing (Core vs. Pro) · abgerufen am 28.10.2026

Recherchiert mit KI-Unterstützung, mit Quellen belegt und inhaltlich geprüft von Mike Joerihsen am .

Diese Inhalte sind eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zu Ihrer Situation wenden Sie sich an eine Rechtsberatung oder die zuständige Behörde.

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