Figma- oder KI-Layout umsetzen: Was ein Entwurf mitbringen muss

Ihre Agentur hat schon einen Entwurf aus Figma oder einem KI-Werkzeug? Wir setzen ihn zum selben Fixpreis in sauberen Code um. Damit nichts nachverhandelt werden muss, sollte er sieben Dinge mitbringen.

5 Min. Lesezeit · Stand

Ja, wir setzen fremde Entwürfe um

Die kurze Antwort: Ja, zum selben Fixpreis für das Paket; nur der Aufschlag für das Design entfällt. Ihre Agentur liefert den Entwurf, wir bauen daraus eine Website auf WordPress mit Bricks oder auf Statamic, white-label und unter Ihrem Namen. Das gilt für klassische Entwürfe aus Figma genauso wie für Layouts, die mit KI-Werkzeugen wie Figma Make, v0, Lovable oder Claude entstanden sind.

Am liebsten gestalten wir selbst, weil dann keine Übergabe nötig ist; warum, steht in Gestaltet für den Code. Wenn der Entwurf aber schon existiert und Ihr Kunde ihn freigegeben hat, ist es sinnlos, ihn neu zu erfinden. Dann geht es nur darum, dass er alles enthält, was der Bau braucht. Fehlt etwas, schließen wir die Lücke, und zwar im Stil Ihres Entwurfs. Wir sagen Ihnen aber vorher, wo wir entscheiden mussten, damit Ihr Kunde in der Vorschau nichts Unerwartetes sieht.

Bei Figma-Dateien hilft uns alles, was ohnehin gute Praxis ist: Komponenten statt kopierter Elemente, Farben und Textstile als Variablen oder Stile, Auto Layout statt frei platzierter Ebenen und sprechende Namen für Seiten und Rahmen. Das spart uns keine Gestaltungsarbeit, aber Rätselraten. Je klarer eine Datei aufgebaut ist, desto weniger Fragen schicken wir zurück, und desto näher ist die fertige Website am Entwurf. Perfekt muss die Datei nicht sein. Was wir unterwegs entscheiden, dokumentieren wir in einer kurzen Liste, die Sie vor der Freigabe sehen.

Was Ihr Entwurf mitbringen sollte

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Gestaltung
Material

KI-Layouts: gutes Bild, wenig Fundament

KI-Werkzeuge liefern in Minuten ein überzeugendes Layout, oft schon mit Code dahinter. Das ist ein guter Entwurf, aber selten eine gute Website. Typisch fehlen eine Redaktion, die Inhalte pflegen kann, eine saubere Überschriftenstruktur, Zustände für Tastatur und Fehler, Mehrsprachigkeit und jemand, der die Seite nach dem Livegang betreibt.

Wir behandeln ein KI-Layout deshalb wie einen Figma-Entwurf: als Vorlage für Gestaltung und Aufbau. Den erzeugten Code übernehmen wir nicht, sondern bauen die Website neu in WordPress mit Bricks oder Statamic, mit pflegbaren Abschnitten statt fest verdrahteter Seiten. Farben, Abstände und Schriften lesen wir aus und machen daraus Tokens; seit Oktober 2025 gibt es dafür ein stabiles gemeinsames Format, das laut der W3C-Community-Group auch Werkzeuge wie Figma unterstützen oder einführen [5].

Beim Auslesen prüfen wir, was KI-Layouts gerne übersehen: Text braucht 4,5:1 Kontrast zum Hintergrund, große Schrift 3:1 [3]. Klickflächen sollen mindestens 24 mal 24 CSS-Pixel groß sein [2]. Bei 320 CSS-Pixeln Breite darf nichts seitlich herausragen [1]. Und jedes Formularfeld braucht eine klar zugeordnete Beschriftung [4]. Was davon fehlt, ergänzen wir und zeigen es Ihnen vor der Vorschau für den Kunden. Ihr Kunde merkt davon nur, dass die Seite auch auf dem Telefon, mit Tastatur und mit langen Texten so aussieht wie der Entwurf.

Vier Prüfwerte für jeden Entwurf

320 pxBreite, bei der Inhalte ohne Scrollen in zwei Richtungen funktionieren müssen. [1]
24 × 24 pxMindestgröße für Klickziele, mit wenigen Ausnahmen. [2]
4,5:1Kontrast für normalen Text, auch in Markenfarben. [3]
3:1Kontrast für große Schrift ab 24 px oder ab 18,5 px fett. [3]

So läuft die Umsetzung

  1. Entwurf senden · Tag 1

    Link zur Figma-Datei oder zum KI-Projekt, dazu Inhalte und Wunschtermin. Sie bekommen Paketgröße, Stack-Empfehlung und Fixpreis.

  2. Durchsicht · 1–2 Tage

    Wir gleichen den Entwurf mit der Checkliste ab und schicken Ihnen eine kurze Liste mit Lücken und unseren Vorschlägen dazu.

  3. System anlegen · Woche 1

    Farben, Schriften und Abstände werden zu Tokens, wiederkehrende Elemente zu Bausteinen.

  4. Bauen · Woche 2–3

    Umsetzung auf einer Testumgebung ohne unser Branding. Die fertige Startseite geht zur Freigabe an Sie.

  5. Abnahme und Livegang · Woche 4

    Gesamtabnahme, dann Livegang beim Hoster Ihres Kunden. Auf Wunsch direkt in die Wartung.

Wann wir zu eigener Gestaltung raten

Manchmal ist ein Entwurf so weit von einer baubaren Website entfernt, dass das Nachbessern länger dauert als eine neue Gestaltung im CD Ihres Kunden. Das sagen wir Ihnen nach der Durchsicht offen, bevor Kosten entstehen. Typische Fälle sind Entwürfe, die nur den Desktop zeigen und viele Sonderformen haben, oder KI-Layouts, die an jeder Stelle andere Abstände und Schriftgrößen verwenden. Dann schlagen wir vor, den Entwurf als Stimmungsvorlage zu nehmen und daraus ein Design-System im CD Ihres Kunden zu gestalten. Der Kunde erkennt seinen freigegebenen Look wieder, und die Website bleibt über Jahre pflegbar.

In allen anderen Fällen gilt auch für Ihren Entwurf: Corporate Design, Inhalte und Entwurf rein, der Rest klappt. Wie aus einem CD ohne Entwurf ein Design-System wird, steht in Corporate Design rein, Website raus; worauf es bei Barrierefreiheit in der Umsetzung ankommt, im Bereich Barrierefreiheit.

Fragen zur Umsetzung fremder Entwürfe

Kostet die Umsetzung eines fremden Entwurfs gleich viel?

Ja, es gilt derselbe Fixpreis für das Paket. Nur der Aufschlag für das Design entfällt, weil der Entwurf schon da ist. Fehlen im Entwurf Dinge wie die mobile Ansicht oder Fehlerzustände, ergänzen wir sie im Stil des Entwurfs und sagen Ihnen vorher, wo wir entschieden haben.

Reicht ein Entwurf nur für den Desktop?

Für einfache Seiten oft ja, wir leiten die mobile Ansicht ab. Bei Startseite und wichtigen Inhaltsseiten empfehlen wir einen mobilen Entwurf, weil dort die meisten Entscheidungen fallen. Die Richtlinien des W3C verlangen, dass Inhalte bei 320 CSS-Pixeln Breite ohne waagrechtes Scrollen funktionieren.

Übernehmen Sie den Code aus v0, Lovable oder ähnlichen Werkzeugen?

Nein, wir übernehmen Gestaltung und Aufbau, nicht den erzeugten Code. Die Website bauen wir neu in WordPress mit Bricks oder Statamic, mit Abschnitten, die Ihr Kunde selbst pflegen kann, und mit Updates und Wartung danach. Farben, Schriften und Abstände lesen wir aus dem Layout aus.

Was passiert, wenn unser Entwurf nicht barrierefrei ist?

Wir zeigen Ihnen nach der Durchsicht, wo es hakt, meist bei Kontrast, Klickflächen oder Formularbeschriftungen, und schlagen Lösungen im Stil des Entwurfs vor. Erst nach Ihrem Okay setzen wir sie um. So sieht Ihr Kunde in der Vorschau nichts, das Sie nicht kennen.

Welche Dateien brauchen Sie für die Umsetzung?

Einen Link zur Figma-Datei oder zum KI-Projekt mit Leserechten, die Texte, Bilder in Originalgröße und die Angaben zur Schriftlizenz. Exporte als PDF oder Screenshot reichen als Ergänzung, aber nicht als Grundlage, weil sich daraus keine genauen Werte lesen lassen.

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Quellen

  1. W3C, Understanding Success Criterion 1.4.10: Reflow, WCAG 2.2 · abgerufen am 28.10.2026
  2. W3C, Understanding Success Criterion 2.5.8: Target Size (Minimum), WCAG 2.2 · abgerufen am 28.10.2026
  3. W3C, Understanding Success Criterion 1.4.3: Contrast (Minimum), WCAG 2.2 · abgerufen am 28.10.2026
  4. W3C WAI, Designing for Web Accessibility: Tips for Getting Started · abgerufen am 28.10.2026
  5. W3C Design Tokens Community Group, Design Tokens specification reaches first stable version (28.10.2025) · abgerufen am 28.10.2026

Recherchiert mit KI-Unterstützung, mit Quellen belegt und inhaltlich geprüft von Mike Joerihsen am .

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