Was Laravel als Basis für Kundenprojekte bedeutet

Statamic ist ein Paket in einer normalen Laravel-Anwendung. Eigene Funktionen, Portale und Schnittstellen entstehen deshalb im Projekt selbst, ohne dass ein fremdes Plugin darüber entscheidet, was geht.

5 Min. Lesezeit · Stand

Was die Laravel-Basis heißt

Die kurze Antwort: Statamic ist kein abgeschlossenes System mit einer Plugin-Schnittstelle, sondern ein Paket, das in einer ganz normalen Laravel-Anwendung sitzt. Eigene Routen, Controller und Geschäftslogik lassen sich direkt daneben bauen; die Dokumentation sagt sinngemäß, dass alles, was in Laravel geht, auch hier geht [1]. Statamic 6 läuft auf Laravel 12 und 13 [6].

Für Ihre Agentur heißt das: Wenn ein Kunde mehr will als Seiten mit Text und Bildern, etwa einen geschützten Bereich für Händler, einen Import aus der Warenwirtschaft oder einen Rechner mit eigenen Regeln, suchen wir nicht nach einem Plugin, das ungefähr passt. Wir bauen die Funktion als Teil des Projekts, mit demselben Code, derselben Versionsverwaltung und derselben Wartung wie die Website.

Das ist kein Argument gegen Plugins an sich. Es ist ein Argument dafür, dass die wichtigste Funktion einer Website nicht von einem fremden Anbieter abhängt, dessen Update-Rhythmus, Lizenz und Weiterentwicklung niemand im Projekt in der Hand hat.

Was Laravel von Haus aus mitbringt

HTTPEin eingebauter HTTP-Client auf Basis von Guzzle für Anfragen an andere Systeme, etwa ein CRM, eine Buchungsplattform oder eine Warenwirtschaft. [2]
QueueWarteschlangen für zeitintensive Aufgaben wie den Import einer CSV-Datei. Die Arbeit läuft im Hintergrund, die Website antwortet trotzdem sofort. [3]
1 CronGeplante Aufgaben stehen im Code der Anwendung und damit in der Versionsverwaltung. Auf dem Server braucht es nur einen einzigen Cron-Eintrag. [4]
LoginWerkzeuge für Anmeldung und geschützte Bereiche, aufgebaut aus Guards und Providern, mit Starter-Kits für den schnellen Einstieg. [5]

Drei typische Projekte

Ein Portal für einen Teil der Kunden. Händler, Mitglieder oder Partner melden sich an und sehen Preislisten, Unterlagen oder ihren Bestellstatus. Laravel bringt dafür Anmeldung und geschützte Routen mit [5], wer was sehen darf, regeln Berechtigungen im Projekt; die Inhalte des Portals pflegt die Redaktion im selben Control Panel wie den Rest der Website.

Eine Schnittstelle, die Inhalte aktuell hält. Zimmerpreise aus dem Hotelprogramm, Stellen aus dem Bewerbermanagement, Termine aus einem Kalender: Der HTTP-Client holt die Daten [2], eine geplante Aufgabe macht das jede Nacht oder jede Stunde [4], und läuft ein Import länger, übernimmt die Warteschlange [3]. Fällt das Fremdsystem aus, zeigt die Website den letzten Stand, statt leer zu bleiben.

Eine Funktion mit eigenen Regeln. Ein Tarifrechner, ein Konfigurator, ein Formular, das je nach Antwort an unterschiedliche Stellen geht. Solche Logik lässt sich in einem eigenen Controller bauen [1], statt ein Plugin zu verbiegen, das für tausend andere Fälle gebaut wurde.

Allen drei Fällen ist gemeinsam, dass eigener Code und Redaktion nicht getrennt sind. Ein Controller kann Einträge einer Collection abfragen, etwa eine bestimmte veröffentlichte Seite, und sie in einer eigenen Ansicht ausgeben, mit Layout und Inhalten aus Statamic [1]. Die Redaktion ändert Texte und Bilder also weiter im Control Panel, auch wenn die Seite selbst von einer eigenen Funktion erzeugt wird. Und eine Route, die im Projekt ausdrücklich definiert ist, hat Vorrang vor den Adressen, die Statamic selbst vergibt [1]. So lassen sich einzelne Bereiche gezielt übernehmen, ohne den Rest der Website anzufassen.

Plugin oder eigener Code

KriteriumFremdes PluginFunktion im Laravel-Projekt
Passt zur Anforderungmeistens ungefähr, Rest per Workaroundgenau, weil dafür gebaut
Updatesnach Rhythmus des Anbietersmit dem Projekt, in unserer Wartung
Lizenzbeim Anbieter, oft jährlichkeine zusätzliche
Wenn der Anbieter aufhörtFunktion veraltet oder muss ersetzt werdenCode bleibt beim Kunden
Übergabe an andere Agenturabhängig vom PluginStandard-Laravel, für jede Laravel-Agentur lesbar
Aufwand am Anfanggeringhöher, im Fixpreis benannt

Einschätzung aus unseren Projekten. Für Standardaufgaben wie Formulare, Suche oder SEO-Felder nutzen wir bewährte Bausteine; eigener Code lohnt sich für die Funktionen, die das Geschäft des Kunden ausmachen.

Was das für Ihr Angebot heißt

Eigene Funktionen sind nicht automatisch teuer, aber sie gehören vorher benannt. Wir beschreiben sie im Angebot mit Umfang und Ergebnis und rechnen sie zum Fixpreis, wie den Rest der Website. Für Sie bleibt es einfach: Sie bringen die Daten und sagen, was die Funktion leisten soll, der Rest klappt.

Die Lizenzen für unsere Basis-Werkzeuge sind in der Wartung enthalten, ohne Wartung bis zum Launch; auf Wunsch bauen wir auch Lizenzen Ihres Kunden oder Ihrer Agentur ein. Die Statamic-Pro-Lizenz läuft auf Ihren Kunden und wird separat verrechnet. Hosting übernehmen wir nicht selbst: Eine Laravel-Anwendung läuft bei den meisten Hostern mit aktuellem PHP, für Statamic 6 ab Version 8.3 [6]. Ob Statamic oder WordPress besser passt, klärt Statamic oder WordPress.

So entsteht eine eigene Funktion

  1. Ziel klären · meist 1 Gespräch

    Was soll die Funktion leisten, wer nutzt sie, woher kommen die Daten? Mehr brauchen wir am Anfang nicht.

  2. Umfang festlegen

    Wir beschreiben Ablauf, Schnittstellen und Grenzen schriftlich. Daraus wird der Fixpreis.

  3. Bauen · je nach Umfang

    Die Funktion entsteht im selben Projekt wie die Website, in der Regel mit automatischen Tests für die Teile, an denen Geld oder Daten hängen.

  4. Abnehmen

    Sie und Ihr Kunde prüfen auf einer Vorschau ohne unser Branding.

  5. Betreiben · laufend

    Updates, Monitoring und Anpassungen laufen über die Wartung, zusammen mit der Website.

Fragen zu Laravel und eigenen Funktionen

Was ist Laravel, und warum ist das für meinen Kunden wichtig?

Laravel ist ein PHP-Framework für Webanwendungen, und Statamic ist ein Paket innerhalb einer Laravel-Anwendung. Für Ihren Kunden heißt das: Soll die Website später mehr können, etwa ein Portal oder eine Schnittstelle, muss sie nicht neu gebaut werden. Die Funktion kommt im selben Projekt dazu.

Können Sie einen geschützten Bereich für Händler oder Mitglieder bauen?

Ja. Laravel bringt Anmeldung und geschützte Bereiche mit, wir bauen den Bereich samt Berechtigungen als Teil des Projekts. Die Inhalte dafür pflegt die Redaktion im selben Control Panel wie den Rest der Website. Umfang und Fixpreis stehen vorher im Angebot.

Lässt sich die Website an CRM, Warenwirtschaft oder Buchungssystem anbinden?

Ja, wenn das andere System eine Schnittstelle hat. Laravel holt die Daten, auf Wunsch regelmäßig und im Hintergrund, und Statamic zeigt sie wie jeden anderen Inhalt an. Weil wir die Daten in der Regel im Projekt zwischenspeichern, zeigt die Website bei einem Ausfall des Fremdsystems den letzten Stand, statt leer zu bleiben.

Wer pflegt eigene Funktionen nach dem Launch?

Wir, im Rahmen der Wartung. Updates von Laravel und Statamic testen wir zusammen mit der Funktion, damit nichts unbemerkt bricht. Größere Erweiterungen später benennen wir vorher und rechnen sie zum Fixpreis oder über ein Stundenkontingent.

Kommt Statamic ganz ohne Plugins aus?

Nicht ganz: Für Standardaufgaben nutzen wir bewährte Addons und eigene Bausteine. Der Unterschied ist, dass die Funktionen, die das Geschäft Ihres Kunden ausmachen, nicht an einem fremden Anbieter hängen. Die Lizenzen für unsere Basis-Werkzeuge sind in der Wartung enthalten, ohne Wartung bis zum Launch; auf Wunsch bauen wir auch Lizenzen Ihres Kunden oder Ihrer Agentur ein. Die Statamic-Pro-Lizenz läuft auf Ihren Kunden und wird separat verrechnet.

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  1. Mehrsprachige Websites mit Statamic: Sites, Übersetzung, FallbacksIn Statamic ist jede Sprache eine eigene Site im selben System. Übersetzte Einträge erben, was nicht übersetzt ist. Neue Sprachen kommen deshalb dazu, ohne dass die Website umgebaut werden muss.
  2. Statamic-Lizenz für Kundenprojekte: Core, Pro und KostenStatamic Core ist kostenlos, Kundenprojekte brauchen meist Pro: für mehrere Benutzer, Sprachen, Versionen oder ein eigenes Frontend. Eine Lizenz gilt je Website, entwickeln und testen geht ohne.
  3. Statamic mit Astro: Wann ein statisches Frontend Sinn ergibtStatamic pflegt die Inhalte, Astro baut daraus fertige HTML-Seiten. Das lohnt sich für Kampagnen- und Landingpages und überall, wo Tempo zählt. Diese Website ist so gebaut.

Quellen

  1. Statamic 6 Docs, Controllers · abgerufen am 28.10.2026
  2. Laravel 13.x Docs, HTTP Client · abgerufen am 28.10.2026
  3. Laravel 13.x Docs, Queues · abgerufen am 28.10.2026
  4. Laravel 13.x Docs, Task Scheduling · abgerufen am 28.10.2026
  5. Laravel 13.x Docs, Authentication · abgerufen am 28.10.2026
  6. Statamic 6 Docs, Release Schedule & Support Policy · abgerufen am 28.10.2026

Recherchiert mit KI-Unterstützung, mit Quellen belegt und inhaltlich geprüft von Mike Joerihsen am .

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