Eigene Inhaltstypen statt Seitenbau-Chaos
5Inhaltstypen bringt WordPress mit: Beitrag, Seite, Anhang, Revision und Menü. Für wiederkehrende Inhalte wie Team oder Zimmer kommen eigene dazu. [2]
Team, Referenzen, Zimmer oder Jobs gehören in eigene Inhaltstypen mit Feldern, nicht in einzeln gebaute Seiten. Die Redaktion füllt ein Formular aus, das Layout bleibt stabil, und neue Einträge kosten Minuten.
Das Problem mit gebauten Seiten
Die kurze Antwort: Alles, was auf einer Website mehr als zweimal vorkommt, sollte ein eigener Inhaltstyp mit festen Feldern sein. Ein Teammitglied hat Name, Funktion, Foto, Telefon und Mail. Ein Hotelzimmer hat Größe, Belegung, Ausstattung und Bilder. Eine Stelle hat Titel, Ort, Pensum und Ansprechperson. Wer das als Formular anlegt, statt jede Karte im Builder einzeln zu bauen, bekommt eine Website, die die Redaktion selbst pflegen kann.
Der typische Weg sieht anders aus: Die Teamseite wird im Builder gestaltet, jede Person ist ein Block aus Bild, Überschrift und Text. Das sieht beim Launch gut aus. Ein Jahr später sind drei Karten etwas anders formatiert, weil drei verschiedene Leute sie kopiert haben, die neue Kollegin fehlt auf der Startseite, weil sie dort ein zweites Mal eingetragen werden müsste, und eine Sortierung nach Abteilung ist nicht möglich, weil es keine Abteilung gibt, nur Text. Wir nennen das Seitenbau-Chaos. Es ist kein Fehler einzelner Redakteure, sondern eine Folge der Architektur.
WordPress hat für dieses Problem eine eingebaute Antwort. Neben den fünf Standard-Inhaltstypen Beitrag, Seite, Anhang, Revision und Menü lassen sich eigene Inhaltstypen registrieren [2]. WordPress speichert sie in derselben Tabelle wie Beiträge und Seiten [1]. Die zusätzlichen Angaben wie Funktion oder Zimmergröße hängen als Metadaten am jeweiligen Eintrag, also als Information über die Information [3].
Zu Inhaltstypen gehören meist Taxonomien, also eigene Kategorien: Abteilung beim Team, Branche bei Referenzen, Region bei Standorten. Sie machen aus einer Liste etwas, das sich filtern lässt, und sie sind der Grund, warum eine Startseite später „die drei neuesten Referenzen aus dem Tourismus“ zeigen kann, ohne dass jemand sie dort von Hand einträgt.
Gebaute Seite oder eigener Inhaltstyp
| Kriterium | Einzeln gebaut im Builder | Eigener Inhaltstyp mit Feldern |
|---|---|---|
| Neuer Eintrag | Block kopieren, Inhalte ersetzen, Abstände prüfen | Formular ausfüllen, speichern |
| Einheitliches Aussehen | hängt von der Sorgfalt der Redaktion ab | kommt aus einer einzigen Vorlage [5] |
| Mehrfach verwenden | an jeder Stelle erneut eintragen | einmal pflegen, überall per Abfrage ausgeben [4] |
| Filtern und sortieren | nicht möglich, alles ist Text | nach Feldern und Taxonomien, etwa Abteilung oder Region |
| Eigene Adresse | nur, wenn jemand eine Unterseite baut | jeder Eintrag bekommt auf Wunsch eine eigene URL [2] |
| Theme-Wechsel | Inhalte stecken im Layout | Inhalte bleiben übertragbar, wenn der Inhaltstyp in einem Plugin registriert ist [2] |
Die Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Quellenliste am Ende des Artikels.
Wie das mit Bricks zusammenspielt
Ein Inhaltstyp allein ist nur Datenhaltung. Sichtbar wird er über zwei Werkzeuge in Bricks. Die Abfrage-Schleife, in Bricks „Query Loop“, holt Einträge eines oder mehrerer Inhaltstypen und wiederholt ein gestaltetes Element für jeden Treffer [4]. So entsteht die Teamübersicht, die Referenzliste oder der Zimmerfilter, ohne dass jemand einzelne Karten baut. Die dynamischen Daten setzen die Feldinhalte in dieses Element ein, also Namen, Bild, Funktion oder Preis-Hinweis [5].
Bricks liest dabei Felder aus den verbreiteten Feld-Plugins, etwa Advanced Custom Fields, Meta Box, Pods oder Toolset, und auch native WordPress-Felder [5]. Wir arbeiten mit ACF Pro. Für die Detailansicht eines Eintrags, zum Beispiel die Seite eines einzelnen Zimmers, gestalten wir eine Vorlage, die für alle Einträge des Inhaltstyps gilt.
Was Ihr Kunde davon merkt: Im Backend steht in der Seitenleiste ein Punkt „Team“ oder „Zimmer“, dahinter ein Formular mit genau den Feldern, die es braucht, und Hinweisen, welches Bildformat passt. Kein Builder, keine Abstände, kaum etwas, das sich versehentlich verschieben lässt. Das hält die Einarbeitung kurz und senkt die Zahl der Rückfragen.
Eigene Inhaltstypen registrieren wir in einem eigenen kleinen Plugin, nicht im Theme. Das WordPress-Handbuch empfiehlt genau das, damit Inhalte auch nach einem Theme-Wechsel übertragbar bleiben [2]. Warum uns das wichtig ist, steht im Artikel WordPress mit Bricks ohne Lock-in.
Was WordPress dafür mitbringt
Wie wir Inhaltstypen anlegen
Inhalte sichten · Projektstart
Sie bringen die Inhalte Ihres Kunden, so wie sie sind: Tabelle, Altseite, Prospekt. Wir markieren, was sich wiederholt und welche Angaben jedes Mal vorkommen.
Felder festlegen · 1 Tag
Je Inhaltstyp die Pflichtfelder, optionale Felder, Bildformate und Kategorien. Lieber ein Feld zu wenig als eines, das nie jemand ausfüllt.
Adressen planen · parallel
Ob Einträge eigene Seiten bekommen und wie die Adresse lautet, etwa /team/ oder /zimmer/. Bei einem Relaunch planen wir die Weiterleitungen von den alten Adressen gleich mit.
Registrieren und gestalten · Umsetzung
Inhaltstypen im eigenen Plugin, Felder mit ACF Pro, Übersicht per Abfrage-Schleife und Detailansicht als Vorlage in Bricks.
Befüllen · je nach Umfang
Entweder pflegt Ihr Kunde selbst, oder wir übernehmen das als Add-on Inhaltsübernahme. Den Umfang sehen Sie im [Paketrechner](/#pakete).
Testen und übergeben · vor dem Livegang
Wir legen Testeinträge an, prüfen Übersicht, Filter und Detailseiten auf allen Geräten und räumen danach auf. Ihr Kunde sieht im Backend nur noch Formulare mit seinen eigenen Inhalten.
Fragen zu eigenen Inhaltstypen
Was ist ein eigener Inhaltstyp in WordPress?
Ein eigener Inhaltstyp, englisch Custom Post Type, ist eine zusätzliche Art von Eintrag neben Beiträgen und Seiten, etwa Team, Referenzen, Zimmer oder Stellen. Jeder Inhaltstyp hat ein eigenes Formular mit festen Feldern und erscheint als eigener Punkt im Backend. Die Website gibt die Einträge dann über Vorlagen aus, einheitlich und an beliebig vielen Stellen.
Ab wann lohnt sich ein eigener Inhaltstyp?
Sobald ein Inhalt mehr als zweimal vorkommt und immer dieselben Angaben hat. Drei Teammitglieder, fünf Referenzen oder vier Zimmer reichen schon. Bei Inhalten, die an mehreren Stellen erscheinen sollen, etwa die neuesten Stellen auf der Startseite und auf der Karriereseite, lohnt er sich fast immer.
Kosten eigene Inhaltstypen extra?
In der Regel nicht, sie sind Teil des Pakets. Das mittlere Paket enthält eigene Inhaltstypen wie Team, Referenzen oder News ausdrücklich, und ob ein Projekt mit dem kleinen Paket auskommt, klären wir bei der Einschätzung. Extra kostet, wenn wir die Inhalte auch einpflegen sollen: Das ist das Add-on Inhaltsübernahme. Die Preise stehen im Paketrechner auf der Startseite.
Können bestehende Inhalte in Inhaltstypen überführt werden?
Ja. Liegen die Inhalte schon strukturiert vor, etwa als Tabelle oder Export aus dem alten System, übernehmen wir sie in der Regel weitgehend automatisiert. Stecken sie als Text in gebauten Seiten, ordnen wir sie beim Umbau den neuen Feldern zu. Für alte Adressen richten wir Weiterleitungen ein, damit Links und Suchergebnisse weiter funktionieren.
Für Agenturen
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Quellen
- WordPress Developer Resources, Plugin Handbook: Custom Post Types · abgerufen am 28.10.2026
- WordPress Developer Resources, Plugin Handbook: Registering Custom Post Types · abgerufen am 28.10.2026
- WordPress Developer Resources, Plugin Handbook: Metadata · abgerufen am 28.10.2026
- Bricks Academy, Query Loop · abgerufen am 28.10.2026
- Bricks Academy, Dynamic Data: Custom Fields Integrations · abgerufen am 28.10.2026
Recherchiert mit KI-Unterstützung, mit Quellen belegt und inhaltlich geprüft von Mike Joerihsen am .
Diese Inhalte sind eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zu Ihrer Situation wenden Sie sich an eine Rechtsberatung oder die zuständige Behörde.