Bricks oder Gutenberg: welche Bauweise passt zu welchem Projekt?

54,8 %der Bricks-Websites bestehen mobil die Core Web Vitals, bei Websites mit dem Block-Editor sind es 52,0 %. Am Tempo hängt die Entscheidung also nicht. [1]

Bricks nehmen wir, wenn das Layout frei und aufwendig sein soll. Gutenberg, wenn die Redaktion viel selbst pflegt. Beim Tempo liegen beide nah beieinander, der Unterschied liegt in der Arbeit danach.

5 Min. Lesezeit · Stand

Die kurze Antwort

Beide Wege führen zu einer schnellen, sauberen WordPress-Seite. Bricks nehmen wir, wenn das Layout frei und aufwendig sein soll: viele eigene Vorlagen, Abfragen, Filter, Animationen. Gutenberg nehmen wir, wenn die Redaktion viel selbst schreibt und Seiten im vertrauten WordPress-Editor zusammenstellen soll.

Das Paket und der Preis bleiben gleich. Welche Bauweise passt, klären wir vor dem Start. Dabei zählt nicht, welches Werkzeug gerade beliebter ist, sondern wer die Seite in den nächsten Jahren pflegt und wie viel Gestaltung sie tragen muss.

Bricks und Gutenberg sind dabei keine Gegner. Bricks ist ein Theme mit eingebautem visuellem Builder. Gutenberg ist der Block-Editor, den WordPress selbst mitbringt. Ein Beitrag kann sogar beides enthalten: WordPress-Inhalt und Bricks-Daten liegen getrennt nebeneinander [2].

Die beiden im direkten Vergleich

KriteriumBricksGutenberg
Passt, wenndas Layout frei und aufwendig sein solldie Redaktion viel selbst schreibt und Seiten zusammenstellt
StärkeVorlagen, Abfragen und Animationen ohne eigenen Code [8][9]Teil von WordPress, kein Zusatzprodukt
Gestaltungfrei im Builder, zentral über Klassen und Variablenzentral über theme.json, Stile gelten für die ganze Seite [4]
RedaktionLayouts im Builder, wiederkehrende Inhalte in Felderndirekt im Standard-Editor, mit Blöcken und Mustern nach dem Corporate Design [5]
Wo der Inhalt liegteigene Bricks-Daten zum Beitrag, getrennt vom WordPress-Inhalt [2]im normalen WordPress-Format, als HTML mit Block-Kommentaren [3]
Lizenzkommerziell, 79 bis 249 USD im Jahr oder 599 USD einmalig [7]keine zusätzliche Lizenz für den Editor
AgenturwechselInhalte in Feldern bleiben, Layouts werden neu gebautStandard-Blöcke bleiben lesbar, eigene Blöcke müssen mitziehen
Grenzeein Werkzeug mehr, das aktuell bleiben mussaufwendige Layouts brauchen eigens entwickelte Blöcke

Die Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Quellenliste am Ende des Artikels. Lizenzpreise laut Anbieter, Stand November 2026.

Was Bricks besser kann

Gestaltung ohne Umweg. In Bricks entsteht ein ungewöhnliches Layout direkt im Builder. Dieselbe Idee braucht in Gutenberg oft einen eigens entwickelten Block. Je mehr Sonderfälle eine Seite hat, desto stärker wiegt das.

Abfragen und Filter. Mit dem Query Loop zeigt Bricks Beiträge, Begriffe oder eigene Inhaltstypen in jeder Form an und ergänzt sie um Filter [8]. Der Query-Loop-Block von WordPress listet ebenfalls Inhalte auf [6]. Für aufwendige Listen mit Filtern für Besucher brauchen wir dort aber eigene Entwicklung.

Bewegung ohne eigenen Code. Einblenden, Umschalten und Reaktionen auf Klicks lassen sich in Bricks als Interaktion einstellen [9]. In Gutenberg bauen wir das als Teil eines eigenen Blocks.

Vorlagen für alles. Header, Footer, Archive, Einzelseiten und Bedingungen liegen an einem Ort. Das hält größere Seiten übersichtlich.

Was Gutenberg besser kann

Es gehört zu WordPress. Der Editor kommt mit jedem Update mit. Es gibt keinen zusätzlichen Anbieter, keine Lizenz für den Editor und einen Baustein weniger, der zur nächsten WordPress-Version passen muss.

Die Redaktion ist sofort zu Hause. Wer einen Beitrag schreiben kann, kann auch eine Seite aus unseren Blöcken zusammenstellen. Damit nichts aus dem Corporate Design fällt, begrenzen wir die Auswahl: Blöcke lassen sich sperren, Muster geben Layouts vor, theme.json legt Farben und Schriften fest [4][5].

Der Text bleibt WordPress-Text. Blöcke speichert WordPress als HTML mit Kommentaren. Bei statischen Blöcken steht der Text damit direkt im Inhalt und bleibt lesbar, auch ohne uns. Dynamische Blöcke speichern nur ihre Einstellungen und brauchen weiter ihren Code [3]. Das sagen wir offen, denn eigene Blöcke müssen bei einem Wechsel mitziehen.

Eigene Blöcke statt Baukasten. Für Kundenprojekte entwickeln wir Blöcke nach dem Corporate Design, zum Beispiel mit ACF [10]. Die Redaktion füllt Felder aus und sieht das Ergebnis direkt im Editor.

Und das Tempo?

Ein Page Builder gilt schnell als langsam, ein Editor als schnell. Die Messdaten geben das so nicht her. Im September 2026 bestanden laut HTTP Archive 54,8 % der Bricks-Websites die Core Web Vitals am Handy, bei Websites mit dem Block-Editor waren es 52,0 %. Am Desktop steht es 62,4 zu 57,8 % [1].

Auch beim Gewicht liegen beide nah beieinander: Am Handy wiegt eine typische Seite 2,33 MB mit Bricks und 2,28 MB mit dem Block-Editor, davon 578 und 627 KB JavaScript [1]. Diese Zahlen beschreiben die Websites da draußen, nicht allein das Werkzeug. Beim Block-Editor sind das über 540.000 Websites jeder Art, bei Bricks rund 10.700. Für uns heißt das: Tempo entsteht durch sauberes Bauen, nicht durch die Wahl zwischen den beiden.

So entscheiden wir vor dem Start

  1. Wer pflegt die Seite?Briefing

    Schreibt eine Redaktion jede Woche neue Seiten, spricht das für Gutenberg. Bleiben die Seiten über Jahre stabil, zählt das weniger.

  2. Wie viel Gestaltung steckt drin?Briefing

    Viele Sonderlayouts, Filter und Animationen sprechen für Bricks. Wiederkehrende, klare Abschnitte funktionieren in beiden Welten.

  3. Was ist schon da?Briefing

    Eine bestehende Bricks-Seite bauen wir nicht ohne Grund um. Ein Team, das den WordPress-Editor kennt, muss nichts Neues lernen.

  4. FesthaltenAngebot

    Die Bauweise steht im Angebot, der Fixpreis bleibt gleich. Wiederkehrende Inhalte landen in beiden Fällen in eigenen Inhaltstypen und Feldern.

Fragen zu Bricks und Gutenberg

Bricks oder Gutenberg, was nehmen Sie?

Das entscheiden wir je Projekt. Bricks nehmen wir, wenn das Layout frei und aufwendig sein soll, mit vielen Vorlagen, Abfragen oder Animationen. Gutenberg nehmen wir, wenn die Redaktion viel selbst schreibt und im WordPress-Editor arbeiten soll. Wiederkehrende Inhalte liegen in beiden Fällen in eigenen Inhaltstypen und Feldern.

Ist Gutenberg günstiger als Bricks?

Nein, die Pakete kosten dasselbe. Bei Gutenberg fällt die Lizenz für den Builder weg, dafür entwickeln wir eigene Blöcke nach dem Corporate Design Ihres Kunden. Der Aufwand verschiebt sich also, er verschwindet nicht.

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  1. Elementor, Divi, Breakdance, Oxygen oder Bricks: der VergleichUnsere Wahl ist Bricks: In den Messdaten von HTTP Archive sind Bricks-Websites die leichtesten der fünf, bei den Core Web Vitals liegen sie gleichauf mit Breakdance vorne. Billiger ist Bricks nicht.
  2. Mehrsprachige Websites mit WordPress: Adressen, hreflang, ÜbersetzungWordPress kann von Haus aus keine mehrsprachigen Inhalte, das übernimmt eine Erweiterung. Entscheidend ist, dass Adressen, Sprachangaben, Felder und Menüs von Anfang an sauber geplant sind und die Seite schnell bleibt.
  3. Eigene Inhaltstypen statt Seitenbau-ChaosTeam, Referenzen, Zimmer oder Jobs gehören in eigene Inhaltstypen mit Feldern, nicht in einzeln gebaute Seiten. Die Redaktion füllt ein Formular aus, das Layout bleibt stabil, und neue Einträge kosten Minuten.

Quellen

  1. HTTP Archive, Technology Report: Bricks und WordPress Block Editor (Daten September 2026) · abgerufen am 6.11.2026
  2. Bricks Academy, Start Editing With Bricks: Edit with Bricks vs render with Bricks · abgerufen am 6.11.2026
  3. WordPress Block Editor Handbook, Markup representation of a block · abgerufen am 6.11.2026
  4. WordPress Block Editor Handbook, Global Settings & Styles (theme.json) · abgerufen am 6.11.2026
  5. WordPress Block Editor Handbook, Curating the Editor Experience · abgerufen am 6.11.2026
  6. WordPress Documentation, Query Loop block · abgerufen am 6.11.2026
  7. Bricks, Pricing · abgerufen am 6.11.2026
  8. Bricks Academy, Query Loop · abgerufen am 6.11.2026
  9. Bricks Academy, Interactions · abgerufen am 6.11.2026
  10. Advanced Custom Fields, ACF Blocks · abgerufen am 6.11.2026

Recherchiert mit KI-Unterstützung, mit Quellen belegt und inhaltlich geprüft von Mike Joerihsen am .

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